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Anmerkungen, Anregungen und Fragen zur Zeit!

Nur ein Opportunist,

... oder die neue "Elite" der UNION ?

Dr. Günter Oettinger (2007)
Ministerpräsident vom Ländle,
er kann alles,
ausser hochdeutsch!Da wagt endlich einmal ein aufrechter Konservativer wie Dr. Oettinger, die wahre Wahrheit aufzudecken.

"Natürlich war Dr. Filbinger Gegner und Opfer des
NS-Regimes, gnadenlos verleumdet von den Sozis, den roten Ideologen und der linken Kampfpresse".

Und er war nicht der Einzige.
Man denke nur an den armen arglosen H. Adolf.
So tier- und kinderlieb wie er war er, rührend besorgt um Schäferhund Blondie und sein lustig´s Schneckerl, die Braun Eva, das liebe Tschapperl vom Berghof und ein guter Katholik und Patriot durch und durch. Im Grunde ein herzensguter, gemütlicher Gemütsmensch.
Halt ein charmanter Österreicher der alten Schule.
Aber die schlimmen Umstände jener bösen, finsteren Zeit zwangen ihn dazu, Befehle zu geben, deren erbitterter Gegner er insgeheim war. Er ballte halt die Faust in der Tasche, aber keiner sah's! Und was hätte er auch anderes machen sollen? Er wäre doch selbst sofort an die nächste Wand gestellt worden! Ratzfatz tot, betrauert von Eva und Blondie. Alle haben doch damals nur ihre verdammte Pflicht getan, jeder auf seinem Posten. Und es war halt Krieg, da rollen immer ein paar Köpfe - mehr oder weniger. Hauptsache, es ist nicht der eigene. Und überhaupt: Lang, lang ist's her. Schwamm drüber !


Ist das die Tradition in der UNION ?

"Es gehört in unserem Kulturkreis zu den üblichen und angemessenen Gepflogenheiten einer Traueransprache, Verdienste und Lebenswerk des Verstorbenen positiv zu würdigen und ihm die schwierigen Phasen seines Lebens - ohne sie zu verschweigen - nicht nachzutragen", heißt es in einer Erklärung, die Herr Günther Oettinger in einem offenen Brief verbreitet hat.

Aber es scheint wohl seit jeher in der CDU eine gegenüber alten Nazis gern geübte "Gepflogenheit", nicht nur den Verstorbenen, sondern auch den noch Lebenden
"die schwierigen Phasen (ihres) Lebens nicht nachzutragen".

Dr. Konrad Adenauer,
er war k e i n  NAZI !Wenn zum Beispiel jemand die Nürnberger Rassengesetze, welche die Verfolgung und schließliche Vernichtung der europäischen Juden einleiteten, formuliert und amtlich kommentiert hatte, dann trug man ihm das in der CDU nicht lange nach und er durfte getrost der engste Vertraute Konrad Adenauers und sogar dessen Kanzleramtschef sein (Hans Globke).

Wenn jemand mit unnachsichtiger Strenge das Vermögen der aus dem Baltikum deportierten Juden eingezogen hatte, dann trug man ihm auch das in der CDU nicht nach und er durfte getrost als Staatssekretär an Konrad Adenauers Kabinettstisch sitzen (K. Vialon).

Wenn jemand ein Nazi der ersten Stunde gewesen war, schon 1923 an Hitlers legendärem "Marsch zur Feldherrnhalle" teilgenommen hatte, später ein Exponent von Hitlers aggressiver Ostpolitik geworden war und im Zweiten Weltkrieg eine wegen ihrer in den besetzten Ostgebieten verübten Gräueltaten berüchtigte Einheit kommandiert hatte, dann trug man ihm auch das in der CDU nicht weiter nach und er durfte getrost Minister in Adenauers Kabinett sein (Theodor Oberländer).

Filbinger ein NAZI
und furchbarer JuristMit Hans Karl Filbinger stellte die CDU noch einen richtigen Finsterling als Ministerpräsidenten, der ins Kozept passte. Einen Schreibtischtäter, der es sich noch nicht einmal in einem Gefangenenlager (am 1.Juni 1945, vier Wochen nach Kriegsende) nehmen ließ, Nazigesetze zur Grundlage seiner Urteile zu machen und nach seiner Enttarnung zu behaupten:
"Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein !".

1934 bis 1937 war Filbinger Mitglied der SA und 1933 bis 1936 des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB). 1935 veröffentlichte er in einer katholischen Studentenzeitschrift einen Aufsatz, in dem er die Elemente der nationalsozialistischen Volksge- meinschafts- und Rassenideologie übernahm und vertrat. 1937 trat er in die NSDAP ein und trug die braune Uniform genauso eifrig wie die Insignien der Militärjustiz.

Nach dem Krieg war er wieder "Christ" und geisselte die Mordkommandos der SS gegen "Wehrkraftzersetzer" kurz vor Kriegsende in Brettheim als "himmelschreiendes Unrecht". Gut, das war nicht die Wehrmacht, sondern die SS, eine "verbrecherische Organisation".
Filbinger sei also kein Verbrecher gewesen, sondern nur ein ganz normaler Deutscher.
Meint der ganz "normale" Oettinger.

Filbinger war aber ein "Nazirichter" und "furchtbaren Jurist" und steht für die "Uneinsichtigkeit eines Mitläufers und Mittäters des NS-Regimes, der weder zu persönlicher noch zu gesellschaftlicher Reflexion des Nazi-Unrechts bereit war".


1995 stellte der Bundesgerichtshof fest, bei der NS-Militärjustiz habe es sich um "Terrorjustiz" gehandelt. NS-Militärrichter, die ihre Laufbahn in der Bundesrepublik fortgesetzt hatten, bezeichnete der BGH als "Blutrichter", die sich eigentlich "wegen Rechtsbeugung in Tateinheit mit Kapitalverbrechen hätten verantworten müssen".


Schwarzbraun ist die Haselnuss ...

In den Fokus gerät bislang die kaum beachtete Tatsache, dass Oettinger Mitglied des einst von Filbinger gegründeten »rechtskonservativen« Studienzentrums Weikersheim ist.
Nach der Einschätzung eines Politikwissenschaftlers eine "Brutstätte für die Republikaner". Offenbar hielt der Karrierist Oettinger das Studienzentrum für einen jener zahlreichen Vereine, in die ein aufstrebender Politiker nun mal eintreten muss, um alle Spektren seiner potenziellen Anhängerschaft zu bedienen.
Doch ein Verein, der den Ex-Abgeordneten Martin Hohmann und den Ex-General Reinhard Günzel zu Vorträgen einlädt, ist eben nicht der lokale Sportverein oder der örtliche Naturschutzbund. Schließlich hat Oettingers eigene Partei (CDU) Hohmann aus ihren Reihen ausgeschlossen - weil er sich jenseits des demokratischen Spektrums bewegte. Genauso verfuhr die Bundeswehr mit dem (Ex)General Günzel.
Wenn Oettinger jetzt behauptet, Redner- und Gästeliste des Weikersheimer Zentrums gäben zu keinerlei Verdächtigungen Anlass, dann hat er sie im günstigsten Fall nicht richtig studiert. Dass auch zahlreiche seiner baden-württembergischen Parteifreunde in Weikersheim ein und aus gehen, entlastet ihn jedenfalls nicht, es macht die Sache nur noch schlimmer.
Mit ihrem gestörten Verhältnis zur deutschen Geschichte muss die CDU jedoch selbst ins Reine kommen.

Nicht vom Volk oder von extremen Kräften droht der Demokratie Gefahr,
sondern von unseren sogenannten "politischen Eliten".

Mit seiner fatalen Rede am Sarg seines Amtsvorgängers Hans Filbinger hat der jetzige baden-württembergische Ministerpräsident Oettinger fehlendes Geschichtsverständnis bewiesen und gezeigt, wessen Geistes Kind er ist und sich damit selbst disqualifiziert.

Herr Oettinger muss zurücktreten. Alles andere ist ein weiterer Schlag ins Gesicht der Opfer der Nazi-Diktatur. Er hat durch seine Rede die Naziherrschaft bagatellisiert und Täterschaft während und nach der Nazi-Zeit als Kavaliersdelikt dargestellt. Da hilft eine erzwungene späte Entschuldigung nicht. Er hat durch seine Worte viele Betroffene und deren Nachkommen erneut erniedrigt. Dieser Herr Oettinger darf keine Funktion mehr haben. Die gesamte Regierung täte gut daran, sich von ihm ohne Wenn und Aber zu distanzieren!

Aber bei der CDU hat allerdings auch die Toleranz ihre Grenzen!

Wenn zum Beispiel jemand als 19-Jähriger mal ein paar Polizisten mit Steinen beworfen hatte, dann galt er bis ans Ende seiner Tage als stigmatisiert!
Denn so etwas gehört sich ja nun wirklich nicht !
Schließlich waren die Polizisten ja keine Juden und Joschka Fischer auch kein Nazi !

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Letzte Änderung: 20.04.2007